11. April 2019

Telekom Aktie - Kennzahlen Geschichte

Die Deutsche Telekom ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen.


Deutsche Telekom - Aktienchart

Deutsche Telekom - Kennzahlen
(aus dem Geschäftsbericht)

Buchempfehlung
Der Wandel der Telekom im Zuge der rasanten technologischen Entwicklung.  
Vom Verwaltungsakt zum Management: Die Transformation der Deutschen Telekom von einer Behörde zu einem markt- und kundenorientierten Unternehmen

Vorgeschichte

1950-1995
Deutsche Bundespost (DBP) als staatseigenes Post-, Logistik- und Fernmeldeunternehmen der Bundesrepublik Deutschland. 


1989-1994 Helmut Ricke ist Vorstandsvorsitzender von DBP: 

Rücktritt wegen Meinungsverschiedenheiten mit Postminister Wolfgang Bötsch über die zweite Postreform. 1995 2. Januar: Zweite Postreform führt zur 

Aufspaltung von DBP in Deutsche Post, Deutsche Telekom und Deutsche Postbank.

Geschichte

1995
2. Januar: 

Entstehen der Deutschen Telekom 

(alleiniger Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland). 

1995-2002 Ron Sommer ist Vorstandsvorsitzender: 

Entwicklung der Vier-Säulen-Strategie durch Sommer: T-Com (Festnetz), T-Mobile (Mobilfunk), T-Online (Internet) und T-Systems (Systemhaus zur Großkundenbetreuung) mit jeweils eigenem Vorstand und weitgehender geschäftlicher Autonomie (Ziel: Separater Börsengang jeder „Säule“). 
1996 Börsengang („T-Aktie“ bzw. Volksaktie): 

Erstausgabepreis: 14,57 Euro je Aktie (1. Tranche). 1998 Ende des Monopols der Deutschen Telekom für den Telefondienst in Deutschland. Gründung der Bundesnetzagentur (ehemals RegTP) zur Durchsetzung der Chancengleichheit im Wettbewerb. 

1999 Börsengang (2. Tranche): Ausgabepreis: 39,50 Euro je Aktie. 

1999-2003 Verkauf des Breitbandkabel-Netzes in Deutschland aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. 

2000 Börsengang (3. Tranche): Ausgabepreis: 63,50 Euro je Aktie.

Börsengang eines 20%igen Anteils von T-Online (Ausgabepreis: 27 Euro). Ersteigerung der UMTS-Lizenzen durch T-Mobile für 8,5 Milliarden Euro. 2001 Starke öffentliche Kritik am hohen Preis beim 

Kauf der beiden US-Mobilfunkkonzerne Voicestream und Powertel 

für insgesamt 39,4 Milliarden Euro (spätere Umbenennung in T-Mobile USA). Wertberichtigung auf Immobilienwerte in Höhe von 2,2 Milliarden Euro führt zu einer Klagewelle von Privataktionären wegen möglichen Betrugs.
2002 Rücktritt von Ron Sommer 

nach massiven Kursverlusten der T-Aktie infolge des Börsencrashs auf Drängen der deutschen Bundesregierung als Hauptanteilseigner. Ankündigung des Abbaus von 50.000 Beschäftigten durch den Interimschef Helmut Sihler. 

2002-2006 Kai-Uwe Ricke (Sohn von Helmut Ricke) ist Vorstandsvorsitzender: 

Ziel ist insbesondere die Absenkung der enormen Schulden. 2003 Gründung von Vivento zur Ausgliederung der abzubauenden Mitarbeiter in eine separate Gesellschaft. Gründungsmitglied der Mobile Alliance (jetzt: Freemove Alliance). 2004 Kauf der Scout-Gruppe. 2005 T-Mobile USA gilt als erfolgreich und profitabel. 

2005-2006 Umstrukturierung von 4 auf 3 Säulen 

(T-Com, T-Mobile, T-Systems) durch den jetzt preisgünstigen Rückkauf aller Anteile von T-Online. Integration von T-Online als Geschäftsfeld Breitband/Festnetz unter die Marke T-Com (Angebot von Telefon und Internet aus einer Hand). Integration von DeTeLine und T-Data in T-Systems. 2005-2006 Überwachungsaffäre. 

2005-2008 Abbau von weiteren 32.000 Beschäftigten. 

2006 4,5%iger Anteilskauf durch Blackstone. Rücktritt von Ricke wegen des weiterhin sinkenden Aktienkurses und dramatischer Kundenverluste im Festnetz. 

2006-2013 Rene Obermann ist Vorstandsvorsitzender: 

Ziele sind die Verbesserung des Services sowie eine stärkere Verzahnung von Festnetz und Mobilfunk unter Beibehaltung eines strikten Sanierungskurses zum Schuldenabbau. 2007 Zusammenfassung von T-Com und T-Online zu T-Home. 

Tarifkonflikt führt zur Ausgliederung von 50.000 Beschäftigten in T-Service 

(Dachmarke von drei eigenständigen Servicegesellschaften). Einführung der Billigmarke „congster“ (heute: congstar). 
2008 Wahl von Ulrich Lehner zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Verkauf von DeTe Immobilien an Strabag. 2010 Durch Zusammenführung von T-Home und T-Mobile zur Telekom Deutschland („Festnetz, Mobilfunk und Internet aus einer Hand“) verbleiben 

2 Säulen (Telekom Deutschland und T-Systems).  

2011 Gescheiterter Verkauf von T-Mobile USA an AT&T wegen wettbewerblicher Bedenken. Verkauf von JobScout24. 2013 Verkauf der übrigen Scout-Gruppe. 

2014 Timotheus Höttges ist Vorstandsvorsitzender. 

Verdachts des Zugriffs von Geheimdiensten auf die Netze der Deutschen Telekom nach Veröffentlichung von NSA-Unterlagen durch Edward Snowden. 2015 Verkauf von T-Online (Entwicklung vom Internetprovider zum Newsportal) an Ströer. 2016 Mitinitierung des „ngena“-Netzwerks. 2017 Verkäufe von Strato (Webhosting), DeTeMedien und solute (mit billiger.de). Kooperation mit Sky bei Bundesliga- und Sportpaketen. 2018 Börsenwert: Etwa 81 Milliarden US-Dollar.

2019 Konzern beschäftigt 216.000 Mitarbeiter 

und hat Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf fünf Kontinenten und zählt damit zu den "Blue Chips"). 

Wesentliches dazu:

Telekom Deutschland 

bündelt das Geschäft mit Privatkunden sowie kleinen und mittleren Geschäftskunden in Deutschland auf den Gebieten Mobilfunk, Festnetz, und Internet.

Telekom Europa 

betreibt Mobilfunk- und Festnetzanbieter in mehreren europäischen Ländern. 

T-Mobile USA 

ist für das Mobilfunkgeschäft in den Vereinigten Staaten zuständig. T-Systems International verkauft Produkte und Dienstleistungen an mittlere bis sehr große Geschäftskunden mit Schwerpunkt auf der Vermarktung komplexer Dienstleistungen und Branchenlösungen.
Deutsche Telekom global Carrier 

ist die internationale Wholesale-Sparte der Deutschen Telekom und betreibt ein globales Internet-Backbone Tier-1 Netzwerk.

Deutsche Telekom Capital Partners 

beteiligt sich an neuen Gesellschaften, die Synergien versprechen.

Die Deutsche Funkturm 

ist zuständig für die Errichtung und Vermarktung von Antennenträgern- und Technikflächen an Turm-, Mast- und Dach-Standorten.

Anteilseigner: Die Bundesrepublik Deutschland hält direkt rund 14,5 Prozent und indirekt über die KfW weitere 17,5 Prozent der Aktien. 

Rund 68 Prozent befinden sich im Streubesitz.


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