11. April 2019

BMW Aktie - Chart Kennzahlen Geschichte

BMW (Bayerische Motoren Werke) ist ein weltweit operierender Automobil- und Motorradhersteller mit Sitz in München.

BMW - Aktienchart

BMW - Kennzahlen
(aus dem Geschäftsbericht)

BMW - Dividende

Buchempfehlung
Ausführliche Darstellung der Geschichte der Bayerischen Motoren Werke seit ihren Anfängen in den 1920er Jahren

BMW Eine deutsche Geschichte

Geschichte

1913 Gründung der Rapp Motorenwerke durch Karl Rapp. 

Vorheriger Kauf durch Rapp von Dörhöfer (mit Schneeweis), die Flugmotoren bauten. 1914-1918 Erster Weltkrieg. 

1916 Gründung der Bayerischen Flugzeugwerke: Offizielles Gründungsdatum von BMW. 

1918 Umfirmierung der Rapp Motorenwerke in BMW. Etwa 1919-1924 Verbot des Baus von Flugmotoren in Deutschland durch Versailler Vertrag: BMW baute dennoch -  durch Umgehung des Verbots - vereinzelt Flugmotoren. 
1922 Wechsel des Großaktionärs Camillo Castiglioni von BMW zu den Bayerischen Flugwerken unter Mitnahme der BMW-Namensrechte. 

Eingliederung der Süddeutsche Bremsen in die Bayerischen Flugzeugwerke und Umbenennung in BMW. 1922 Umbenennung der bisherigen BMW in Süddeutsche Bremsen (nach Verlust der BMW-Namensrechte). 1922–1942 Vorstandsvorsitzender: Franz Josef Popp. 

Bis 1922 Ausschließlicher Bau von Flugmotoren. 

1923 Einstieg in den Bau von Motorrädern (R 32). Ab 1924 Rückkehr zur Herstellung von Flugmotoren. 1928 Mit dem Kauf der Fahrzeugfabrik Eisenach (Herstellung des „Dixi“-Kleinwagens) wurde BMW zum Automobilhersteller. 1929 Herstellung des ersten Serienautomobils (3/15 PS bzw. DA 2). 1932 Herstellung des ersten BMW (AM1). 

1933-1945 Überzeugte Beteiligung an „Arisierungen“ im Nazideutschland: 

Übernahme der jüdischen Argus Motoren Gesellschaft. Kräftiger Aufschwung  während der Nazi-Diktatur: Umsatz stieg von 33 auf 750 Millionen Reichsmark (davon Anteil der Flugmotoren in 1944: etwa 90 Prozent). 
Bau von Flugmotoren und Wehrmachtsgespannen (Motorräder mit Beiwagen) 

half der nationalsozialistischen Diktatur bei der Umsetzung ihrer rassistischen Ziele. 1939 Übernahme der Brandenburgischen Motorwerke. 1942–1944 Vorstandsvorsitzender: Fritz Hille. 1944 Beschäftigung von etwa 56.000 Beschäftigten (davon 50% Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge). Nach dem Zweiten Weltkrieg 

Nahezu vollständige Zerstörung des Stammwerks in München sowie Enteignung der Fahrzeugfabrik in Eisenach 

durch die Sowjetische Besatzungsmacht. Wiederaufbau mit Hilfe der Herstellung von Motorrädern, Kochtöpfen und Fahrzeugbremsen. 1948–1957 Vorstandsvorsitzender: Hanns Grewenig. 1948 Markteinführung des ersten Motorrads (R 24) nach dem Krieg. 1952 Herstellung des BMW 501 (Oberklassewagen) mit Verlusten von etwa 4.000 DM pro Stück. Ab 1955 Rückläufiger Absatz bei Motorrädern. 1957-1960 Vorstandsvorsitzender: Heinrich Richter-Brohm. 

1958-1959 Existenzielle Finanzkrise durch Erwirtschaftung hoher Verluste. 

1959 9. Dezember: Dramatische Hauptversammlung führt zum Abwenden des letztlich von der Deutschen Bank (BMW-Großaktionär) initiierten Verkaufs an Daimler-Benz (BMW-Großaktionär) 

durch eine Ablehnungsfront aus Belegschaft, Betriebsräten, BMW-Händlern und Kleinaktionären

1960 Übernahme eines 60%igen Anteils durch Herbert Quandt 

nach Kapitalschnitt und anschließender Kapitalerhöhung bedeutete den Verlust des Einflusses der Banken. 50%iger Anteilskauf an der Triebwerkbau (BMW-Tochter) und Darlehen von 20 Millionen DM durch MAN ermöglichte letztlich die Finanzierung des dringend benötigten Mittelklassemodells. 
Seit 1960er Jahre Aufbau der Marke „BMW“ 

als Hersteller hochpreisiger, komfortabel ausgestatteter, gut motorisierter und sportlicher PKW.  1961 Markteinführung des BMW 1500 („neue Klasse“) wird in den Folgejahren letztlich ein großer Erfolg auch begünstigt durch den Konkurs des Konkurrenten Borgward sowie Siegen bei Tourenwagenrennen. 1962–1965 Vorstandsvorsitzender: Karl-Heinz Sonne. 1965–1969 Vorstandsvorsitzender: Gerhard Wilcke. 

1967 Kauf von „Hans Glas“ (BMW-Glas). 

1968 Vorstellung des BMW 2500 (Oberklassewagen) begeistert die Fachwelt und wird ein großer Erfolg. 

1970–1993 Vorstandsvorsitzender: Eberhard von Kuenheim: Umsatz steigt in dieser Zeit um das 18-fache auf 28 Milliarden DM. 

Entstehung neuer Produktionsstandorte in Deutschland (Regensburg, Spandau), Österreich, Südafrika und in den USA sowei zahlreicher neuer BMW-Baureihen.
Übernahmen einer Roboterfirma, eines Software-Herstellers (Softlab) und eines Chemiespezialisten zur Diversifikation wurden zu Fehlschlägen. 

1978 Umsatz: 6,0 Milliarden DM mit 30.000 Mitarbeitern. 

1990 Eröffnung eines Forschungs- und Innovationszentrums. Kauf der Luftfahrtsparte von Klöckner-Humboldt-Deutz (spätere Einbringung in BMW Rolls-Royce AeroEngines). 1993–1999 Vorstandsvorsitzender: Bernd Pischetsrieder. 1994-2000 

Übernahme von Rover 

zur langfristigen Sicherung des Überlebens als Volumenhersteller erweist sich als Fehlentscheidung: Konsequenz sind Kosten von insgesamt 9 Milliarden DM und die Ablösung von Pischetsrieder. Gründe sind u.a.: Veraltete Modellpalette und Fabriken, schlechte Verarbeitungsqualität sowie Schwächen im Vertrieb. 1995 Übernahme von DesignworksUSA. 1999–2002 Vorstandsvorsitzender: Joachim Milberg. 
2000 Verkauf von MG-Rover und LandRover: 

Verbleib des Mini bei BMW. Gründung der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung. 2002–2006 Vorstandsvorsitzender: Helmut Panke. 2003 Erhalt der Markenrechte von Rolls Royce führte zur Markteinführung des bereits entwickelten Phantom (Luxus-Limousine) durch BMW. Joint-Venture mit der Brilliance China Automotive (Produktion, Vertrieb). 2006–2015 Vorstandsvorsitzender: Norbert Reithofer. 2007 Übernahme von Husqvarna Motorcycles. 

2012 Ausbau der Kooperation mit Toyota. 

2013 Verkauf von Husqvarna Motorcycles. 

Gründung von Zinoro (Automobilmarke) zusammen mit Brilliance China Automotive. 

Seit 2015 Vorstandsvorsitzender: Harald Krüger. 
2015 Manipulation von Abgastests bei Dieselmotoren


(laufende Ermittlungen wie auch bei Daimler und VW). 2016 100-jähriges Firmenjubiläum. Allianz mit Intel und Mobileye bei der Entwicklung von selbstfahrenden Automobilen (Ziel: 2021). 2018 Zusammenarbeit mit der Great Wall Motor Company (China) führt zur Gründung von 

Spotlight Automotive zur Entwicklung und Produktion von Elektroautos. 

2019 Eines der größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands (rund 130.000 Beschäftigte, Jahresproduktion: 2,36 Millionen Fahrzeuge). Größte Anteilseigner: Susanne Klatten und Stefan Quandt (Industriellenfamilie Quandt) mit zusammen etwa 46,8 %.


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Roland Löwisch ist als bekennender BMW-Fan tief in die Unternehmensgeschichte und die Modellentwicklung der Bayerischen Motoren-Werke eingestiegen.    
  
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