29. März 2019

Infineon Aktie - alle wesentlichen Fakten

Infineon Technologies ist ein deutscher Anbieter von Halbleiter- und Systemlösungen in den Bereichen Energieeffizienz, Mobilität, Sicherheit u.a.


Infineon - Aktienchart

Infineon - Kennzahlen
(aus dem Geschäftsbericht)

Infineon - Dividende

Geschichte

1999 7. Juli: Gründung durch Ausgliederung des Halbleitergeschäfts von Siemens 

aufgrund der starken Zyklik und Kapitalintensität in der Halbleiterbranche. Infineon setzt sich aus infinity (englisch: „Grenzenlosigkeit“) und aeon (griechisch: „Ewigkeit, Unendlichkeit“) zusammen. 

2000 Börsengang. 

2001 Reduzierung des Anteils von Siemens auf unter 50 Prozent. 2004 Gründung der Infineon Technologies IT Services zur Betreuung der weltweiten IT.

Verurteilung vom US-Justizministerium zu einer Entschädigung von 160 Millionen US-Dollar wegen Preisabsprachen.

2004-2006
Verkauf aller Anteile von Siemens. 2005 Unternehmenszentrale: Neubiberg in München. 2006 Ausgliederung eines 77,5%igen Anteils der Speichersparte (jetzt: Qimonda) durch US-Börsengang. 
2007 Gründung der Infineon Technologies Bipolar als Joint-Venture mit Siemens (Infineon: 60%; Siemens: 40%). 2008 Peter Bauer wird Vorstandsvorsitzender. Austritt aus dem bayerischen Arbeitgeberverband.

2009
Insolvenz von Qimonda. 

Verkauf von Wireline Communications (jetzt: Lantiq) für 250 Millionen Euro.
2010 Verurteilung von der EU-Kommission zu einem Bußgeld von 57 Millionen Euro wegen Preisabsprachen. 2010-2011 Verkauf von Wireless Solutions (jetzt: Intel Mobile Communications) an Intel. 2011 Aufteilung des Geschäftsbereichs Industrial & Multimarket in Industrial Power Control und Power Management & Multimarket. 2012 Nach dem Rücktritt von Peter Bauer aus gesundheitlichen Gründen: 
Reinhard Ploss wird Vorstandsvorsitzender.
  

2013
Unterstützung der FIDO-Allianz („Universal Second Factor“). 2014-2015 Übernahme von International Rectifier für 3 Milliarden US-Dollar. 2016 Gescheiterte Übernahme von Wolfspeed (Tochter von Cree) wegen US-Sicherheitsbedenken. Kauf von Innoluce (Entwicklung mikro-elektromechanischer Systeme u.a.).

2018
Beschäftigung von 40.000 Mitarbeitern. Börsenwert: Etwa 32 Milliarden US-Dollar. 

2018-2025
Investitionen von insgesamt 1,6 Milliarden Euro in ein Halbleiterwerk und Forschungszentrum am Standort in Villach (Österreich). 2019 Weltweite Tätigkeit: Umsätze in Europa (32%; davon Deutschland: 15%), Nordamerika (12%), Japan (7%), Asien/Pazifik (15%) und Greater China (34%). Konzern ist mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent weltweit der größte Anbieter von Leistungshalbleitern (effiziente Steuerung des Stromflusses in einer Vielzahl von Anwendungen).

Infineon Österreich ist „Perle“ des Konzerns (Kompetenzzentrum für Leistungshalbleiter). 

Unternehmensbereiche sind Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Digital Security Solutions.
Automotive: Halbleiterprodukte für den Einsatz im Antriebsstrang (Motor- und Getriebesteuerung), der Komfortelektronik (z. B. Lenkung, Dämpfung, Klimaanlage) sowie in Sicherheitssystemen (ABS, Airbag, ESP) umfasst Mikrocontroller, Leistungshalbleiter und Sensoren

Industrial Power Control: Industriespa
rte bündelt Leistungshalbleiter und -module zur Erzeugung, Übertragung und dem Verbrauch elektrischer Energie (Steuerung von elektrischen Antrieben für Industrieanwendungen wie Maschinen, Lokomotiven, Haushaltsgeräte sowie Einsatz in Modulen für erneuerbare Energieerzeugung in Solar- und Windkraftanlagen).  

Power Management & Multimarket beinhaltet Ch
ips für energieeffiziente Stromversorgungen und Hochfrequenz-Anwendungen: Einsatz in Fernsehern, Spielkonsolen, PCs, mobilen Endgeräten sowie in Computer-Servern.
Digital Security Solutions umfasst Mikrocontroller für SIM-Karten der Mobiltelefonie, Sicherheitschips für Bezahlkarten und Zugangsberechtigungskarten sowie chipbasierte Lösungen für Reisepässe, Personalausweise und sonstige behördliche Dokumente.


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