Tom Tailor - Aktie

Tom Tailor ist ein deutscher Modehersteller mit Sitz in Hamburg.


Tom Tailor - Aktienchart



Tom Tailor - Geschichte

1962 Gründung von Tom Tailor in Hamburg durch Uwe Schröder und Hans-Heinrich Pünjer 

(zunächst als Importfirma für Frotteetücher und Cordhosen). Das Sortiment wurde danach sukzessive um Unterwäsche und Hemden erweitert. 

1979 Vorstellung der ersten Sportswear-Kollektion unter dem Markennamen Tom Tailor. 
2006 September: Dieter Holzer wird Unternehmenschef 

(zuvor Mitglied der Geschäftsführung von Tommy Hilfiger Deutschland GmbH) und löste damit den Unternehmensgründer Uwe Schröder ab, der als Vorsitzender in den Aufsichtsrat wechselte. 

2010 26. März: Börsennotierung 

des Unternehmens im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und im regulierten Markt der Hamburger Börse. 2010 21. Juni: Aufnahme in den Small-Cap-Index (SDAX) (wo es bis zum 18. Dezember 2015 verblieb). 

2012 August: Übernahme von Bonita 

(wurde damit zum siebtgrößten Modeunternehmen in Deutschland).


2014 Erwerb von 23,16 Prozent an Tom Tailor durch Fosun International 

(Verkauf durch die Versorgungs- und Förderungsstiftung aus Vaduz/Liechtenstein, dem bisherigen Großaktionär). Morgan Finance S. A. hält einen Anteil von 4,72%. 2015 Vertrieb von Bonita auch über den Großhandel in Form eines Konzessionsverkaufs- und Konsignations-Modells. 2016 Februar: Plan zur Schließung von 14 Tom-Tailor-Filialen und 59 Bonita-Shops aufgrund mangelnder Rentabilität (bei Streichung von 100 Stellen). 
2016 Mai: Abgang von Dieter Holzer: 

Chief Operating Officer (COO) Heiko Schäfer übernimmt - zunächst kommissarisch - die Unternehmensleitung. 2016 Herbst: Exklusive Auslieferung einiger Produkte für den russischen Markt. 

2016 Oktober: Bekanntgabe der Schließung von insgesamt 300 Bonita- und Tom-Tailor-Filialen 

im In- und Ausland bis Jahresende 2017. 

2017 März: Ernennung von Schäfer zum dauerhaften CEO: 

Die Sanierung, inklusive des Rückzugs aus ausländischen Märkten wie den USA und China, gilt zu diesem Zeitpunkt als weitgehend geglückt, sodass der Konzern mit einer Erholung bis Ende 2018 rechnet. 2017 April: Umbenennung von Tom Tailor Holding in Tom Tailor SE. 

2017 Juni: Neupositionierung der Marke 

(frecher und provokanter). Kunden können grausam sein. Als die Chefs von Tom Tailor vor Kurzem wissen wollten, was Passanten mit der Hamburger Modemarke verbinden, da waren die Antworten eher einsilbig. "Die haben kein Image, das heraussticht", sagte eine Dame. "Nicht besonders viel, ich hatte mal ein Hemd von denen", meinte ein junger Mann. "Gute Qualität" war noch die netteste Antwort. 

Im Haifischbecken zwischen Esprit, Zara oder H&M ist Tom Tailor nur eine Marke unter vielen. 

"Die meisten Kunden kennen uns zwar. Die Frage ist aber, wofür wir eigentlich stehen". "Es fehlt die emotionale Bindung." Das wollen die Hamburger nun ändern: Das bisher in geringer Dosis vorhandene Marketingbudget wird verdoppelt und soll sich in den kommenden zwei Jahren in Richtung von drei bis fünf Prozent des Umsatzes bewegen. Gemessen an den Zahlen aus dem Jahr 2016 wären das zwischen 30 und 50 Millionen Euro. Erstmals haben die Hanseaten ein internationales Topmodel verpflichtet, das eine Kollektion für Tom Tailor designt. 2017 Juni: Die Krux beim neuen Markenauftritt von Tom Tailor: 

Die Macher wollen neue Zielgruppen mit modischerer Kleidung ansprechen, ohne dabei die Stammkunden zu vergrätzen, 

die für 80 Prozent der Umsätze stehen. Der klassische Tom-Tailor-Kunde ist im Schnitt 41 Jahre alt, wenig modeaffin und verlangt von seiner Kleidung einen "maskulinen Touch". Die Stammkundin ist etwas experimentierfreudiger, trägt aber auch nur, was sie zuvor bei einer Freundin oder auf der Straße gesehen hat. 
2017 Juni: Fast 260 von 300 unrentablen Filialen wurden geschlossen (viele gehörten zur 2012 zugekauften Marke Bonita). Auch das Onlinegeschäft hinkt hinter dem der Konkurrenz zurück. 

2017 Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 9,87 Millionen neuen Aktien (erbringt Einnahmen von 61,2 Millionen Euro). 

2018 Die Tom Tailor Holding SE mit Sitz in Hamburg-Niendorf ist eine Holding mehrerer Modeunternehmen der Dachmarken Tom Tailor und Bonita(eigene Schreibweise: TOM TAILOR bzw. BONITA). Das Sortiment umfasst Bekleidung und Accessoires für Männer, Frauen, junge Erwachsene und Kinder im mittleren Preissegment. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte über die Segmente Groß- und Einzelhandel. Die Dachmarke Tom Tailor ist in über 400 eigenen Einzelhandelsgeschäften sowie über den eigenen Online-Shop erhältlich. Darüber hinaus wird die Marke über rund 200 Franchise-Stores, 2.900 Shop-in-Shop-Flächen (bei Großkunden) vertrieben. 

Insgesamt ist die Marke Tom Tailor in über 35 Ländern und an 9.800 Verkaufsorten der Welt vertreten. 

Die Marke Bonita wird in den über 1.000 eigenen Einzelhandelsgeschäften als auch über den Webshop angeboten. 2018 Produktion in Russland: Zu Beginn sei die Herstellung auf wenige Produkte beschränkt (später sollen bis zu 20 Prozent seiner Waren in Russland genäht werden). Derzeit werde ein Großteil der Waren in Asien produziert und im Anschluss zur Zentrale nach Hamburg verschickt. Erst in der Hansestadt erfolge die weitere Verteilung zum Einzelhandel (auch damit soll in Zukunft Schluss sein): 

Das Unternehmen plant, ab der 1. Jahreshälfte 2018 direkt aus Asien liefern zu lassen 

(soll Kosten und Zeit reduzieren). Derzeit hat Tom Tailor 100 Filialen in Russland. In 70 Filialen ist das Unternehmen Franchisegeber, die restlichen 30 werden selbst betrieben (machen 4,6 Prozent aller globalen Verkäufe aus). Modeunternehmen haben u. a. dank der Eurasischen Wirtschaftsunion logistische Vorteile bei Lieferungen über Kasachstan.