Anheuser Busch - Aktie

Anheuser Busch Inbev (AB Inbev) ist weltweit der größte Bierhersteller mit einem Bier-Weltmarktanteil von etwa 29%. Das Unternehmen vertreibt Marken wie Budweiser, Corona, Stella Artois, Beck's, Franziskaner und Haake-Beck.

AB Inbev - Aktienchart

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Bier: Eine Geschichte von der Steinzeit bis heute


 Anheuser Busch Inbev - Geschichte

1366 Gründung der „Den Hoorn“-Brauerei in Belgien. 1516 Erlass des bayerischen Reinheitsgebots in Deutschland. 1717 Übernahme von Den Hoorn durch Sebastien Artois: Umbenennung in Artois-Brauerei. 1842 „Erfindung“ der Pilsner Brauart. 1847 Gründung der Labatt Brewing Company. 1860 Erkenntnis der Bedeutung von Hefe für die Bier-Herstellung durch Louis Pasteur. 

1870 Gründung des Stammbetriebs von Anheuser-Busch in St. Louis, Missouri (USA) durch Adolphus Busch und den Braumeister Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach (Schwiegervater von Busch). 
1870er Jahre Erfindung der Kältemaschine von Carl von der Linde zum ganzjährigen Brauen von untergärigem Bier. 1873 Gründung der Beck’s-Brauerei.
1876 Erfindung von Budweiser („Bud“) durch Adolphus Busch und Carl Conrad mit der Unterstützung von Eberhard Anheuser nach dem Vorbild des tschechischen Budweiser-Biers. Beginn des ältesten Schutzmarkenstreits („Bud Battle“). 1880 Gründung von Antarctica. 1886 Gründung von Brahma mit dem „Brahma“-Bier. 

Umstellung bei Anheuser-Busch auf die Herstellung von Eiscreme, alkoholfreien Getränken u.a. zum Überstehen der Prohibition

1920-1933 Umstellung bei Anheuser-Busch auf die Herstellung von Eiscreme, alkoholfreien Getränken u.a. zum Überstehen der Prohibition. 1952 Übernahme von Leffe in Belgien durch Artois-Brauerei. Seit 1957 Budweiser ist weltweit umsatzstärkstes Bier. 1968 Übernahme von Dommelsch in den Niederlanden durch Artois-Brauerei. 1970 Kauf von Motte Cordonier in Frankreich durch Artois-Brauerei. 1984 Übernahme von Lamot durch Piedboeuf. 

Fusion von Artois und Piedboeuf (die zwei größten Brauereien Belgiens) zu Interbrew

1987 Fusion von Artois und Piedboeuf (die zwei größten Brauereien Belgiens) zu Interbrew. 1989 Kauf der belgischen Marke Hoegaarden durch Interbrew. 1990 Kauf der belgischen Marke Belle-Vue durch Interbrew. 1995 Interbrew übernimmt die Labatt Brewing Company (größter Brauer Kanadas). 1998 Verkauf der Investment-Bank „Garantia“ und Übernahme der Cervejaria Brahma zweitgrößter Bierkonzern Brasiliens) durch Jorge Paulo Lemann, Marcel Hermann Telles und Carlos Alberto Sicupira. Motto von Lemann: „"Um Außergewöhnliches zu schaffen, muss man Risken eingehen"
1999 Joint-Venture mit Sun in Russland durch InterBrew. 

Übernahme der Antartica, dem größten Bierbrauer Brasiliens und Fusion mit Brahma zu AmBev

2000 Übernahme der Antartica, dem größten Bierbrauer Brasiliens und Fusion mit Brahma zu AmBev (Kurzfassung von „Companhia de Bebidas das Americas“ oder „Beverages Company of the Americas“): Marktführer in Südamerika und der Karibik mit Marken wie Antarctica, Bogota Beer, Brahma, Bohemia, Skol und Softdrinks wie Guarana Antarctica, Soda Antarctica und Sukita. Größter Pepsi-Abfüller außerhalb der USA. 51%iger Anteil an Cerveceria Nacional Dominicana. 

Organisation von AmBev wie eine Investmentbank und Kaderschmiede für Manager („Lemann-Boys“). Philosophie von Lemann: Dauernde strenge Kostenkontrolle nach dem Motto: Man muss die Kosten so regelmäßig kontrollieren, wie man sich die Fingernägel schneidet. Dazu kommt das Leistungsprinzip: "Familiäre Beziehungen oder angestammte Privilegien zählen nichts." 

Kauf von „Bass und Whitbread“ (Großbritannien) durch Interbrew. Börsennotierung der Interbrew. 2002 Kauf von Diebels, Beck’s und der Gilde-Gruppe mit Hasseröder (Deutschland) sowie Anteilskäufe an der K.K.-Brauerei und der Zhujiang-Brauerei in China durch Interbrew. 2003 Übernahme der Spaten-Löwenbräu-Gruppe (Deutschland) mit Löwenbräu und Franziskaner und der Apatinska pivara (Serbien) durch Interbrew. 

Fusion von AmBev mit Interbrew, der damaligen Nummer 2 weltweit, zu InBev

2004 Fusion von AmBev mit Interbrew, der damaligen Nummer 2 weltweit, zu InBev. Alle Schaltstellen bei Inbev wurden mit „Lemann-Boys“ besetzt, die weltweit am effizientesten Bier brauen und vertreiben. Anheuser Busch kauft die Harbin Brewery mit dem „Harbin“-Bier in China. Gründung von 3 G Capital durch Jorge Paulo Lemann, Marcel Hermann Telles, Carlos Alberto Sicupira und Roberto Thompson Motta sowie Alex Behring. 2006 Übernahme der Fujian Sedrin Brewery (China) mit dem „Sedrin“-Bier durch Anheuser Busch. InBev hat operativen Gewinn von 35 Prozent: Höchste Marge aller börsennotierten Brauereien weltweit. 2007 Übernahme von Lakeport in Kanada sowie Aufstockung des Anteils an QUINSA zur Stärkung der Marktposition in Argentinien, Bolivien, Chile, Paraguay und Uruguay durch InBev. Kartellverfahren in den Niederlanden mit InBev als Kronzeugen. 
2008  Feindliche Übernahme von Anheuser-Busch durch InBev zu Anheuser Busch InBev (AB Inbev) erfolgte in Abstimmung mit dem US-Großinvestor Warren Buffett. Anheuser-Busch war der größte US-Bierkonzern mit den Marken Budweiser, Busch, Michelob, Natural Light und Ice sowie mit Busch Entertainment (Themen-Parks). Kaufpreis: 52 Milliarden US-Dollar, davon 45 Milliarden US-Dollar Bankkredite. Übernahme aller Schaltstellen durch „Lemann-Boys“. 

Unternehmenschef wird Carlos Brito („Workaholic“): Was sich nicht rechnet oder überflüssig ist, wird abgeschafft, gekündigt, zusammengestrichen. 

Absenkung der Schuldenlast durch rigides Sparprogramm. Gründung von MillerCoors, einem Joint Venture zwischen SAB Miller und Molston Coors zur Fusion der US-Geschäfte. 2009 Verkauf der Geschäfte in Osteuropa. Ausnahme: Bestimmte Vertriebsrechte für die Marke Staropramen. Verkauf von Busch Entertainment und der Oriental-Brauerei in China. 2011 Übernahme der US-„Craft“-Brauerei Goose Island. 2013 Übernahme von Grupo Modelo, dem Marktführer in Mexiko mit der weltweit bekannten Marke Corona. Verkauf des US-Geschäfts von Grupo Modelo und der Piedras Negras Brauerei in Mexiko aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Eröffnung des Bud Analytics Lab (USA) zur Untersuchung von Markttrends, sozialen Medien u.a. 2014 Bier-Weltmarktanteil von AB InBev liegt bei 20,2 Prozent (412 Millionen Hektoliter): Besitz von sechs der zehn weltweit meistverkauften Biermarken: Bud Light (Nr. 2), Budweiser (Nr. 3), Skol (Nr. 5), Corona (Nr. 6), Brahma (Nr. 9) und Harbin (Nr. 10). Übernahme der chinesischen Oriental Brewery, dem Marktführer in Südkorea mit dem „CASS“-Bier sowie von zwei US-„Craft“-Brauereien: Blue Point Brewing aus Patchoque und 10 Barrel Brewing mit der Marke Apocalypse IPA. 

Situation in der Bier-Branche: Europa trinkt seit Jahren immer weniger Bier. Wachstum kommt aus Südamerika, Afrika und mit Einschränkungen aus China, dem mittlerweile weltweit größten Bierproduzenten. Geringe Gewinn-Margen in China aufgrund nationaler Produzenten und niedriger Preise. Vor allem in Süd- und Lateinamerika wird richtig Geld verdient".  

2016 Verkauf der Gilde-Brauerei (Deutschland). 

Übernahme von SAB Miller, der Nummer 2 weltweit

Übernahme von SAB Miller, der Nummer 2 weltweit, mit Marken wie Fosters, Pilsner Urquell, Miller und Coors vor allem wegen der starken Präsenz in Schwellenländern insbesondere in Afrika: Verkauf des 58%igen Anteils an MillerCoors (USA), des 49%igen Anteils an Snow (meistverkaufte Bier in China und weltweit) sowie der Marken Grolsch (Niederlande) und Peroni (Italien) aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Etwa 29%iger Bier-Weltmarktanteil und damit dreimal so groß wie der nächste Konkurrent (Heineken).